2025-27 - Sanierung Glattwehr
Das Glattwehr beim Greifensee zwischen Fällanden und Schwerzenbach musste Anfang 2021 aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Damit es wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, wird das denkmalgeschützte Bauwerk saniert. Die Greifensee-Stiftung wurde, wie verschiedene andere Interessensgruppen, in das Sanierungsprojekt miteinbezogen.
Das über 130-jährige, denkmalgeschützte Wehr diente ursprünglich dazu, den Ausfluss des Greifensees zu regulieren, sodass die Wasserkraftwerke der Glatt immer genügend Wasser hatten. Im 20. Jahrhundert wurde das Wehr ausser Betrieb genommen und mauserte sich zu einem beliebten Ausflugsziel für Erholungssuchende, da es einen besonders schönen Blick auf den Greifensee erlaubt.
Mittlerweile ist die Wehranlage stark in die Jahre gekommen und weist verschiedene Sicherheitsmängel auf. Die Mauer ist stellenweise unterspült, die Geländer sind instabil oder fehlen. Beim Betreten sind die meisten Mängel nicht offensichtlich erkennbar, was das Unfallrisiko weiter erhöht. Deshalb wurde das Glattwehr anfangs 2021 gesperrt. Um es der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen, erarbeitete das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – AWEL ein Sanierungsprojekt. Einbezogen wurden verschiedene Interessensgruppen, so auch die Greifensee-Stiftung.
Was ist geplant?
- Sanierung des Wehrs: Brücke und Verschlüsse werden instand gestellt und wieder funktionsfähig, das Wehr bleibt jedoch weiterhin fix eingestellt. Auch die Schiffschleuse wird wiederhergestellt, wenn auch nicht mehr genutzt – die Glatt ist schon lange nicht mehr schiffbar.
- Neue Brücke: Der bisherige Steg über die Glatt wird durch eine elegante, breitere Brücke mit Plattform ersetzt – es entsteht ein neuer Aussichtspunkt über See und Berge.
- Aufwertung der Uferbereiche für Flora & Fauna: Der Mündungsbereich des Sees und der Ausfluss der Glatt liegen inmitten des kostbaren Naturschutzgebiets am Greifensee, wo Baden und Schwimmen zum Schutz der Natur nicht erlaubt sind. Aufgrund dessen werden die Uferbereiche zukünftig dichter bepflanzt und mit Holzstrukturen versehen, um ungestörte Lebensräume und Schutz für seltene Tierarten zu bieten.
Zeitplan und Umsetzung
Die Bauarbeiten sind von August 2026 bis Juni 2027 vorgesehen. Während dieser Zeit wird es rund um das Glattwehr zu Umleitungen kommen, die signalisiert werden.
Die Kosten belaufen sich auf rund drei Millionen Franken. Finanziert wird das Projekt zu 60 % vom Kanton Zürich und zu 40 % vom Projekt #hallowasser (ZKB-Jubiläumsdividende).
Rücksicht auf Natur und Erholung
Ziel des Projekts ist ein rücksichtsvolles Miteinander von Mensch und Natur. Mit der Sanierung des Glattwehrs wird ein Stück Geschichte bewahrt, es werden die Uferbereiche ökologisch aufgewertet und es wird ein Erholungsort mit Ausblick geschaffen.
Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Kantons Zürich.
Situationsplan beim Glattwehr am Greifensee (Quelle: AWEL)
