Biber im Kanton Zürich

Einst war der Biber in der Schweiz vollständig ausgerottet. Um ihn wieder anzusiedeln, wurden in der Schweiz bis in die 70er Jahre 141 Tiere ausgesetzt, darunter auch einige im Kanton Zürich. Mittlerweile hat sich der Bestand gut erholt.

Im Kanton Zürich leben gemäss aktuellster Zählung 479 Biber in 135 Revieren (Monitoring Winter 2019/2020). Der Biberbestand hat in den letzten drei Jahren damit um 21,5 Prozent zugenommen, die Zahl der Reviere um 27,3 Prozent. Die stärkste Zunahme der Population seit 2017 fand im Gebiet der Glatt (inklusive Greifensee) statt mit zehn neuen Revieren. Die meisten verlassenen Reviere konnten vor allem im Einzugsgebiet der Thur beobachtet werden.

Die detailierten Zahlen zum Biber im Kanton Zürich finden Sie im Monitoring-Bericht.

Der Biber als Chance

Mit der Rückkehr der Biber nehmen viele weitere seltenen Tier- und Pflanzenarten zu, denn der Biber ist ein wahrer Baumeister der Natur. Er verändert seinen Lebensraum wie kaum ein anderes Tier. Dabei hat der Dammbau eine besondere Funktion: Der Biber staut Fliessgewässer, um sie seinen Bedürfnissen anzupassen. Ein höherer Wasserstand ermöglicht es dem Biber, sich leichter fortzubewegen. Das überflutete Gebiet bietet Lebensraum für eine Fülle von Wassertieren, Insekten und Vögel. Konkret profitieren zum Beispiel Eisvogel, Watvögel und Rallen, die Geburtshelferkröte oder die Ringelnatter. Auch der Fischreichtum nimmt zu.

Weiterführende Informationen: Biber und Biodiversität, (Biberfachstelle Schweiz)

Biber als Herausforderung

Der Biber ist ein aktives Tier! Zur Nahrungsbeschaffung und um sich seine Umgebung nach seinen Bedürfnissen zu gestalten, fällt er Bäume, staut Bäche und gräbt tiefe Bauten ins Ufer. Das kann zu Konflikten führen.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns, wenn ein Biber Ihre Bäume fällt, Ihren Acker unter Wasser setzt oder Ihren Weg untergräbt. Wir beraten Sie rasch und unentgeltlich vor Ort.

Wichtig! Der Biber ist geschützt sowie auch seine Werke wie Bauten und Dämme. Treffen Sie selber keine Massnahmen, ohne diese mit uns abgesprochen zu haben. Eingriffe ohne Ausnahmegenehmigung an Werken des Bibers sind strafbar und können zur Anzeige gebracht.

Weiterführende Informationen: Lösungen in Konfliktfällen, (Biberfachstelle Schweiz)