Was der Altweibersommer mit den wunderschönen Spinnennetzen zu tun hat

von Melanie Inhelder

Die Monate September und Oktober zeichnen sich mehrheitlich durch ein stabiles Hochdruckgebiet aus – eine Phase gleichmässiger Witterung. Doch was hat diese Witterungsphase mit den alten Weibern zu tun?

Das Wärmehoch, das uns vielfach strahlende Tage im Herbst beschert, wird seit Anfang des 19. Jahrhunderts «Altweibersommer» genannt. Woher stammt der Name?

Mitte September bis Anfang Oktober lassen sich viele kleine Spinnen an ihren zarten Fäden durch die Luft tragen. Und genau diese Fäden haben mit der Namensgebung zu tun: Das «Weiben» bezeichnet im Altdeutschen das Knüpfen von Spinnweben. «Alt» ist im Zusammenhang mit «spät» zu verstehen und zusammen ergibt das dann den «Altweibersommer».

Typisch für den Altweibersommer sind die Spinnfäden in den Morgenstunden, die im Moment auch die Naturstation Silberweide verschönern. Wenn die Nächte sich abkühlen, sind die Spinnweben vom Tau benetzt und lassen sich gut erkennen. 

Die Spinnweben wurden im Volksglauben für Gespinste von Elfen, Zwergen und anderen mythologischen Figuren gehalten. Eine alte Bauernregel heisst: «Wenn viele Spinnen kriechen, sie schon den Winter riechen.»

 

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