Realisierte Naturschutz-Projekte

2011 - Eine Wildblumenwiese für Greifensee

Extensivierung Lerchenplatz in Greifensee

Am Standort Lerchenplatz in Greifensee wurde die intensive Ackernutzung aufgegeben und eine Wildblumenwiese angesät, die sich im Laufe der Zeit zu einem mageren Standort für seltene Pflanzen und Tiere entwickeln soll. Aufgrund der sehr trockenen Witterung entwickelte sich der Pflanzenbestand jedoch nicht optimal, so dass im 2012 eine erneute Ansaat vorgenommen werden muss. In ungefähr fünf Jahren soll eine Blumenwiese entstehen, die uns mit seltenen und vor allem buntem Artenreichtum erfreut.

2011 - Platz für Natur statt für Autos

Renaturierung ehemaliger Parkplatz Badi Egg

Der einstige, «wilde» Parkplatz der Badi Egg wurde 2010 umgestaltet. Das Ziel war, das nach dem Rückzug des Greifensees entstandene Flachmoor zu regenerieren. Dazu wurden Aufschüttungen abgetragen und typische Pflanzen der Riedwiesen angesäht. Die Renaturierungsarbeiten wurden 2011 beendet.

2009 - Eine Heimat für die Seeforelle

Aufwertung Uferbereich Gebiet Spori und Schuelhusbach

Im Gebiet Spori wurde ein Teil des Uferbereiches renaturiert. In geringem Abstand zum Ufer wurden Pflöcke und Faschinen ins Wasser gesetzt, um die Wellen zu brechen und eine ruhige Flachwasserzone zu schaffen. Diese Massnahme erlauben dem Schilf wieder zu wachsen und einen geschlossen Gürtel zwischen Land und Wasser zu bilden.

So profitiert zum Beispiel der Hecht von einem intakten Schilfgürtel, in dem er Deckung findet. Im gleichen Gebiet wurde der Schuelhausbach aufgewertet. Das Ufer wurde entbuscht und das angrenzende Terrain zum See hin abgeflacht, so dass der Bach bei Hochwasser über seine Ufer hinaustreten kann. Diese Renaturierung gibt seltenen Pflanzen und Tierarten wie Orchideen, Libellen und Amphibien einen neuen Lebensraum.

2009 - Lebensraum ausdehnen

Heckenpflanzung in Fällenden

Mit einer Hecke aus 370 Sträuchern wurden zwei Wälder (Chileholz und Murholz) ökologisch miteinander verbunden. Solche verbindenden Elemente erlauben es insbesondere Tieren, ihren Lebensraum auszudehnen. Das Ziel der Heckenpflanzung war es, gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schützen oder wieder anzusiedeln. Die Greifensee-Stiftung hat sich an dieser Aktion beteiligt.

2007 - Mehr Artenvielfalt im Ried

Weiherregulation Riediker-/Rällikerried

Um die Artenvielfalt zu erhöhen, wurde Ende 2006 bei drei Weihern entlang des Aabachs die Möglichkeit zur Regulierung des Wasserstands geschaffen. Durch diese Weiherbewirtschaftung können jene Arten gefördert werden, die für die Fortpflanzung und das Überleben auf wechselnde Wasserstände angewiesen sind. 2007 wurden die Weiher plangemäss entleert, aufgestaut und gemäht. Ein Fachgremium entschied, die Regulierung auch 2008 beizubehalten.

2002 - Grosse Artenvielfalt dank schwankendem Wasserstand

Aufwertung des Aabachdeltas in Uster

Das Aabachdelta in Niederuster wurde im Frühjahr 2002 aufgewertet. Je nach Wasserstand des Greifensees sind nun der Uferbereich und die verschiedenen Vertiefungen und Weiher unterschiedlich stark überflutet – ideale Lebensbedingungen für viele Tier- und Pflanzenarten. Im Zuge der Aufwertung wurde auch eine rollstuhlgängige Aussichtsplattform mit Blick auf Aabachdelta und See gebaut.

1997 - Ein Grossprojekt zum Einstieg

Aufwertung Riediker-/Rällikerried

Die Aufwertung des Riediker-/Rällikerrieds 1997 war das erste Projekt der Greifensee-Stiftung - und ein erfolgreiches dazu: Heute finden sich im Gebiet rund 360 Pflanzenarten, wovon etwa ein Viertel auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht. Im Rahmen des Projekts wurde auch ein Beobachtungsturm erstellt, der sich nach wie vor grosser Beliebtheit bei Vogelkundlern und Naturgeniessern erfreut.