Die Störche

von Melanie Inhelder

Momentan ziehen die Störche ihre Kreise am Himmel, sind mit Ästen im Schnabel unterwegs, erneuern die Polsterschicht und bessern ihren Horst aus, bis er ihren Ansprüchen entspricht.

Momentan werden wohl schon in fast allen Horsten Eier liegen. Und wer weiss, vielleicht sind 2018 noch mehr Brutpaare am Greifensee als letztes Jahr. Im 2017 hat der Bestand an Störchen in der Schweiz nämlich zugenommen; schweizweit wurden 14 Paare mehr gezählt (+3%). In der Naturstation Silberweide brüten bereits zwei Paare. Zu unserer grossen Freude hat ein drittes Paar einen Horst auf einem abgesägten Ast der alten Silberweide gebaut. Wie Sie sich vielleicht erinnern können, wurde der Baum durch ein starkes Gewitter im letzten Juli arg beschädigt und der Horst und ein Teil des Baumes mussten entfernt werden.

Wenn in ca. 30 Tagen in jedem Horst 3 – 5 Jungschnäbel kräftig nach Futter betteln, sind Herr und Frau Storch gefordert und müssen fleissig Futter liefern. Letztes Jahr war der Bruterfolg in der Schweiz mit 757 ausgeflogenen Jungstörchen überdurchschnittlich hoch. Gemäss Storch Schweiz könnte einer der Gründe sein, dass während den Aufzuchtmonaten gute Witterung herrschte. Nach der Aufzucht werden die Jungstörche schon bald Richtung Westen ziehen. 70% der Störche fliegen nicht mehr den gefährlichen Weg nach Afrika, sondern bevorzugen Spanien als Winterdomizil. Dort ernähren sie sich von Hausabfällen, die auf den dortigen Mülldeponien lagern.

Jedoch überwintern immer mehr Störche in der Schweiz. Anfang 2018 hat Storch Schweiz eine Winterzählung gemacht und zählte 361 Störche. Somit haben die in der Schweiz überwinternden Störche im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel zugenommen. Nur in der Westschweiz fanden man keine Störche.

Viele Informationen finden Sie auch im neuen Bulletin von Storch Schweiz.

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